Donnerstag, 5. Oktober 2017




Wut - wie gehe ich mit dieser um?

Hallo Simitra, ich habe nach unserer letzten Unterhaltung innere Einkehr gehalten und reflektiert und gemerkt, dass ich besonders mit  deiner Aussage „dem Verursacher meiner Wut Mitgefühl entgegenzubringen“ so meine Probleme habe. Da  gibt es einfach Momente, da kann ich einfach kein Mitgefühl für einen Täter  empfinden, sondern nur für das Opfer. 

Wenn Du Wut empfindest, dann ist dies legitim, denn sie will Dir ja was sagen. Wut nicht zuzulassen und zu verdrängen ist  destruktiv. Bei allem, was einer niedrigeren Schwingungsebene entspringt und einen aus dem Gleichgewicht bringt und  runterzieht, ist ein Assimilieren dieser Energie gut, um sie zu transformieren. Eine negativ schwingende Emotion, deren Ursache erkannt bzw. bekannt ist, kann Transformation erfahren, indem man die annimmt, anstatt sie von sich zu weisen. Du bist dazu fähig in dem Augenblick, wo Du beginnst, sie in Verbindung zu setzen mit ähnlichen Auslösern und Dich erinnerst, das hinter allem ein Lernprozess steckt. Dies passiert in dem Moment, wo Du die Negativität und somit die dunkle Seite der Dualität ins Gedächtnis rufst. 

Betrachte nicht den Auslöser deiner Wut, Traurigkeit oder was auch immer, sondern betrachte  bewußt dein emotionales Reaktionsmuster, denn es zieht dich in alte Strukturen der dualen Welt hinein. Was macht es mit dir, wie gehtst du damit um? Denke an das Resonanzgesetz. Du erlebst eine  Szenerie, die dich antriggert, um bestimmte Emotionen zu durchleben. Sei bereit und mache dir  das Muster dahinter bewußt, welches in deinen Erinnerungsspeichern darauf wartet, befreit zu werden. Du schaffst dir diese Gelegenheit selbst. Es gibt noch etwas, was du festhälst und dies scheint mit Wut, Gewalt und Aggression zu tun zu haben. Mit einem Ausgeliefertsein. Du identifizierst dich noch zu sehr mit einem verletzten Persönlichkeitsanteil in dir, der Heilung bedarf. Und um dir ein wenig zu helfen, spüre Dich in einer ruhigen Minute in deine Erinnerungen ein, in denen du dich ausgeliefert fühltest und welche Personen dir dieses Gefühl vermittelt haben. Das ist ein Ratschlag an alle, die bemerken, dass bestimmte emotionale Reaktionsmuster immer wieder auftauchen. Gebt eurem emotionalen Körper die Chance der Transzendenz und Heilung. 

Tief in Dir weißt Du ja, dass scheinbar Sinnloses ein menschengeschaffenes Konstrukt für Wachstum ist. Jegliche von Menschen geschaffene Realität wird von Seelen benutzt, um sie als Illusion zu entlarven. Sie stellen sich als Opfer zur Verfügung, aber auch als Täter. Eure Realität, wie sie Euch erscheint, kann verändert werden durch Erfahrung. Alles ist JETZT. Zeit existiert in Wirklichkeit nicht. Alles passiert zur gleichen Zeit. Die Seele ist im Jetzt heil, unverwundbar, immerdar in Liebe. Jeder ist somit zur gleichen Zeit Opfer und Täter, Beobachter, Lehrer. Du bist  ein Teil von Allem. Jeder Teil des Ganzen hat seine ganz eigene Schwingungsfrequenz. Je tiefer diese schwingt und sich mit der Materie identifiziert, umso düsterer sind auch die Erfahrungen und die Lernprozesse und die Verbindung zu Allem-Was-Ist scheint verloren, da in so dichter Energieform positive Emotionen wie Mitgefühl, Demut und Liebe nicht mehr gefühlt und gelebt werden können. 

Es geht also nicht um das Vermeiden zu starker Emotionen, sondern um ein Erkennen, Erfahren, Annehmen und die letztliche Transformation in positive Energie,  in die Energie der Liebe. Du solltest Dich nicht von zu starken Emotionen forttragen lassen, weil sie Dich sonst verleiten zu manipulieren, zu  kontrollieren und zu affektiven Handlungen verführen. 
Und nach reichlicher Reflektion wirst du merken, dass es dir gar nicht mehr so schwerfällt, für jemand augenscheinlichen Täter Mitgefühl und Liebe zu entwickeln. 


Aber gar nicht so einfach, solche Muster zu erkennen während die Emotionen einwirken.Vor kurzem sah ich ein Video, wo ein Mann einen Hund aufgehängt und als Boxsack benutzt hat. In meiner Wut und meinem Entsetzen hatte ich schlimme Bilder im Kopf, wünsche mir, er würde das gleiche erleben müssen wie der Hund, damit er wenigstens den gleichen Schmerz spürt. Und natürlich bekomme ich dann auch  noch ein schlechtes Gewissen, weil in mir das Gebot Gleiches mit Gleichem zu vergelten ausgelöst wurde, was selbstverständlich falsch ist. Gedanklich habe ich mich dann wirklich, wie Du es nennst, forttreiben lassen. Wenn die Wut abebbt, kommt die Traurigkeit und ich kann nicht anders als zu weinen. Da kommt dann die Frage wieder auf, warum jemand so etwas tun kann. Es ist unfassbar, wozu Menschen alles fähig sind. Wieso tun Menschen sowas, was geht bloß in denen vor. Bei dem Gedanken, dass diese kaputte Person auch ein Teil von Allem-Was-Ist und somit auch von mir ist, rebelliert was in mir. Manchmal denke ich wirklich, bei all den schrecklichen Dingen auf dieser Welt, kann man doch eigentlich kein glückliches Leben hier auf Erden leben. Würden wir Menschen 24h am Tag mit den Gräueln auf der Erde konfrontiert werden, würde es doch keiner hier auf diesem Planeten aushalten. Man muss ja regelrecht die Augen vor all diesen schrecklichen Geschehnissen auf der  Welt verschliessen, um seelisch überleben zu können. Wie absurd ist es denn, dass die größten und schlimmsten Massaker im Namen von Religionen und Gott geschahen und immer noch geschehen. Es ist doch verrückt, dass Menschen anderen die Köpfe abschlagen, nur weil sie einer anderen Religion angehören, die von Menschen falsch verstanden und pervertiert wurde. Das sind Menschen, die keinerlei Gewissen kennen und selbst ganz weit von Liebe entfernt sind und dennoch im Namen der Liebe zu Gott  töten. Und das schlimmste ist, dass ich im Grunde theoretisch weiß, dass Täter bemitleidenswert sind, weil sie einfach nur durch Prägungen fehlgeleitet sind und geistig und psychisch krank sein müssen. Meine Tätigkeit mit psychisch kranken Menschen, und derzeit besonders mit jungen Mädchen, macht mir dies stark bewußt. Deren pathologisches Verhalten ist häufig auf ihr kaputtes Umfeld, in dem sie aufgewachsen sind, zurückzuführen. Bei ihnen kann ich sehr schnell Verständnis und Mitgefühl aufbringen und wenn einmal Wut aufkommt, verebbt sie schnell wieder. Ich glaube, es ist sehr viel einfacher zu verstehen, zu verzeihen und auch zu helfen, wenn man die Lebensgeschichten einzelner und die Ursachen für ihre Handlungen kennt.  


Alle sind das Produkt ihrer eigenen Gedanken, Überzeugungen und Handlungen, die zum größten Teil durch das Ego in Form von Angst erzeugt werden. Alle Religionen z.B. bauen letztendlich auf Angst auf, da sie mit eigenen Wahrheiten, Dogmen und Regeln den Menschen vorschreiben, was richtig und falsch, gut und böse ist. Es gibt sehr viele Interpretationen ein und derselben Sache, die verschiedene Namen trägt. Gott, Buddha, Manitu, Allah usw.

Angst und fehlende Selbstliebe lassen krankhafte Überlebensstrategien entstehen und schalten den wahren inneren Kern der Liebe häufig völlig aus, so dass alles, was aus Liebe geboren ist, wie Mitgefühl und Verständnis, Verzeihen usw. nicht mehr gelebt wird. Es ist ein Paradox der dualen  Welt, dass Trennung auf verschiedene Glaubensrichtungen beruht, die ja allesamt derselben Quelle entstammen und  dass die Quelle nicht nur außerhalb zu finden ist, sondern auch in jedem wohnt. Der Schöpfer, die Quelle, Gott, Allah, egal wie ihr es nennen wollt, ist reines Bewußtsein, das goldene Licht, Liebe, das Sein und das Nicht-Sein, ALLES-WAS-IST. 

Eine deiner Lernaufgaben ist "Mässigung", ein in "in die Mitte finden", Zentriertheit deines Seins. Sobald du in deiner Mitte ruhst, wirst du das, was du theoretisch und in Deinem Herzen weißt, auch praktisch umsetzen können. Es geht immer um Ausgleich und Balance, denn dort sitzt die reine Liebe. 

Lebst du dein Leben in völliger Bewußtheit können deine Emotionen dich nicht mehr überrollen. Du wirst für alle Täter und Verbrecher genausoviel Mitgefühl hegen können wie für deren Opfer, weil du erkennst, dass sie im Selbsthass gefangen sind. Niemals würde jemand, der sich selbst liebt und wertschätzt verletzen oder anderen Schmerz und Leid zufügen. Bedenke, wer dazu fähig ist, ist emotional krank! 

Es ist Gottes Wunsch, den Menschen den freien Willen zu schenken und in diesen kann und wird er nur eingreifen, wenn der Mensch es wünscht. Es bedarf immer noch großen selbsterschaffenen Schmerzes und Leids, bis das Bewußtsein der Menschheit soweit erwacht ist, um die Illusion der erschafften Realität auf Erden  zu durchschauen. Erst, wenn das Erwachen alle erreicht hat, wird der Schleier der Illusion ganz fallen können und ein  jeder erkennen, dass der Weg zu sich selbst und somit zu Gott nicht über Schmerz und Leid nötig ist. Mag das endgültige Ziel auch fern sein, so geschieht bereits mit dem Aufsteigen von Gaia mit all seinen Bewohnern eine Transformation der dunklen Energien in lichte Energien, hin zu mehr Verständnis, Mitgefühl und Liebe. Aber um das materielle Leben in Heilung zu bringen, muß dem Dunklen gestattet werden, sich zu zeigen, damit es aufgenommen, angenommen und dann transformiert werden kann. Glaubt nicht, dass das vermeintlich "Böse" sich vernichten läßt. Es gibt keinen Tod, dieser existiert in keiner Form. Es gibt nur die Umwandlung. Da alles Böse nur gedeihen kann solange die Angst regiert, muss diese in Liebe umgewandelt werden. Solange die Dualität besteht, bleibt auch die Gewalt bestehen und versteht, das Hass und Liebe nicht zwei gleichwertige Seiten einer Medaille sind, sie sind zwei unterschiedliche Schwingungsfelder. 

Es ist die Angst der Gegenspieler der Liebe

Der Aufstieg der Erde ist ein Gnaden Geschenk, da es Euch die Möglichkeit gibt, in eurem leiblichen Körpern bereits die Wahrheit zu leben. 


Ich habe schon gemerkt, um mich nicht mehr, insbesondere über Menschen aufzuregen, die Tiere quälen, ist es am einfachsten, mich solchen Nachrichten nicht mehr bewußt  auszusetzen. Alles, was dann doch noch aufgrund meines inneren Wachstums wegen in Erscheinung tritt, werde  ich so verarbeiten, wie du es vorgeschlagen hast.  Es kommt vielleicht noch der Tag, wo ich damit gelassener umgehen kann und mit meinem Emotionen maßhalten kann. 

Das ist auch eine  gute Möglichkeit, die in einer bestimmten Entwicklungsstufe als vorübergehender Schutz für die steigende Sensitivität angebracht erscheint. Je weiter dein Erwachen voranschreitet, umso weniger wirst Du Dich noch mit den materiellen illusorischen Konstrukten identifizieren können. Und vergesse  bitte nicht, dass Emotionen an sich nichts schlechtes anhaftet. Sie sind lebensnotwendig, aktivieren das Herz, sie inspirieren, motivieren und lassen Euch lebendig fühlen, Lebensfreude empfinden, Euch selbst erfahren, und Emotionen verbinden Euch untereinander, mit Eurem wahren Sein und Allem-WAs-Ist. Ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit und Deinen Entschluss, mir zu lauschen. Bis bald...es begleitet Dich unsere Liebe...die Liebe von Allem-Was-Ist.